Das Schlauchlinerverfahren ist eine moderne und bewährte Methode zur grabenlosen Sanierung von Abwasserleitungen und Kanälen. Es ermöglicht die Instandsetzung beschädigter Rohrleitungen, ohne dass diese aufwendig freigelegt oder ausgetauscht werden müssen.

Bei diesem Verfahren wird ein flexibler, mit Reaktionsharz getränkter Schlauchliner in die bestehende Leitung eingebracht. Anschließend wird der Liner durch Warmwasser, Dampf oder UV-Licht ausgehärtet. Nach der Aushärtung entsteht innerhalb des vorhandenen Rohres ein neues, nahtloses und dauerhaft dichtes Rohr.

Das Verfahren eignet sich für die Sanierung unterschiedlichster Schadensbilder, wie beispielsweise Risse, undichte Rohrverbindungen, Korrosion, Wurzeleinwuchs oder altersbedingte Materialschäden. Dabei können sowohl Hausanschlussleitungen als auch Hauptkanäle in verschiedenen Nennweiten wirtschaftlich saniert werden.

Ein wesentlicher Vorteil des Schlauchlinerverfahrens liegt in der grabenlosen Bauweise. Straßen, Gehwege, Grünanlagen oder befestigte Flächen müssen in der Regel nicht geöffnet werden. Dadurch werden Bauzeiten verkürzt, Kosten reduziert und Einschränkungen für Anwohner, Verkehr und Umwelt auf ein Minimum beschränkt.

Dank seiner hohen Belastbarkeit und Langlebigkeit hat sich das Schlauchlinerverfahren weltweit als nachhaltige und wirtschaftliche Alternative zur konventionellen Rohrerneuerung etabliert. Das Ergebnis ist ein neues Rohr im bestehenden Rohrsystem mit einer Nutzungsdauer von mehreren Jahrzehnten.